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Konzept

1 Ziel des Projektes (Kurzbeschreibung):
1.1 Allgemeine Darstellung des Projektziels

Capoeira gehört zu einer der neuen Trendsportarten. Aus Brasilien kommend ist Capoeira ein Kampf - Tanz - Spiel - Akrobatiksport mit Musik und spirituell-philosophischen Aspekten.
In Kooperation mit den Teltower Grundschulen und einer erfahrenen Trainerin werden zwei Capoeira- Trainingsgruppen mit Mädchen zwischen 6 und 12 Jahren aufgebaut. Mut und Stärke der Mädchen werden entwickelt und mit Hilfe des Sports Grundlagen für ein selbstbewusstes Auftreten gelegt. Durch die Schaffung von Präsentations- und Auftrittsmöglichkeiten werden die Mädchen in der Öffentlichkeit ihre durch regelmäßiges Training erreichten Leistungen unter Beweis stellen können und Anerkennung für ihre sportliche Leistung erfahren. Die Mädchen werden so in das Projekt integriert, dass sich auch durch ihr Engagement Capoeira ab 2008 an den Teltower Grundschulen als Freizeitsportangebot etabliert haben wird.

1.2 Was soll konkret im Dezember 2006 erreicht sein?

Bis Dezember 2006 sollen zwei feste Trainingsgruppen mit insgesamt 32 Mädchen an den Teltower Grundschulen entstanden sein. Durch ein regelmäßiges wöchentliches Training und in einem Sommertrainingslager werden die Grundlagen der neuen Sportart geübt, um bereits im Oktober zum Teltower Altstadtfest das erste Mal öffentlich aufzutreten. Von Anfang an werden die Eltern der Mädchen in das Projekt einbezogen, so dass die Mädchen zusätzlich durch deren Anerkennung für eine regelmäßige Teilnahme am Training motiviert werden. Ein wichtiger Meilenstein des Projektes wird außerdem eine umfassende Projektpräsentation mit Auftritten der Capoeira- Gruppen vor den Eltern und eine Ausstellungseröffnung (Wanderausstellung) im Dezember 2006 sein.

1.3 Was soll bis Projektabschluss im Dezember 2007 erreicht sein?

Durch solche Auftrittshöhepunkte wie die Teilnahme am Berliner „Karneval der Kulturen“ und an Auftritten in der Capoeira-Schule „Abadá Berlin“ sollen die Gruppen so weit entwickelt sein, dass sie mit ihrer Leistung und eigenen Begeisterung Ende 2007 Mädchen für neue Capoeira-Gruppen „werben“ können.

Ab 2008 soll sich Capoeira als Sportarbeitsgemeinschaft für Mädchen an den Teltower Grundschulen etablieren und dieses Angebot durch eine intensive Begleitung der MädchenZukunftsWerkstatt unterstützt werden. Für die finanzielle Absicherung zur Fortführung des Angebotes werden u.a. mit Hilfe der Schulfördervereine gemeinsam Sponsoren gesucht.

2 Träger / Selbstdarstellung

Jugend- und Sozialwerk gGmbH:
Mühlenfeld 11, 16515 Oranienburg, Tel.: 03301-83 41 42, E-Mail: r.ulbricht@jus-or.de, www.jus-or.de
Geschäftsführerin Frau Renate Ulbricht

MädchenZukunftsWerkstatt:
Oderstr. 34-36, 14513 Teltow, Tel.: 03328/ 47 10 55, E-Mail: mzw.teltow@t-online.de, www.maedchenzukunftswerkstatt.de Teamleiterin: Sonja Roque

Die MädchenZukunftsWerkstatt als geschlechtsspezifische Einrichtung für Mädchen der Region Teltow existiert seit 1993 und arbeitet seit dem Jahre 2002 bei der Jugend- und Sozialwerk gGmbH Oranienburg. Seitens des Trägers wird neben der verwaltungstechnischen Verantwortung Sorge dafür getragen, dass in all seinen Einrichtungen und so auch in der MädchenZukunftsWerkstatt, eine qualitätsgerechte Arbeit geleistet wird.

Seit 1993 bietet die MädchenZukunftsWerkstatt neben einem festen Mädchentreff für die Freizeitgestaltung den Schulen der Region gemeinsame Projekte an. Eine der grundlegenden Zielsetzungen ist dabei die Reflexion und Hinterfragung der eigenen Rolle als Mädchen und die Hilfe bei der Suche nach der zukünftigen, selbstbestimmten Rolle als Frau in Familie, Beruf und Gesellschaft.

Die Treffpunkt- und Projektarbeit war bisher vorrangig von Angeboten für Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren gekennzeichnet. Sie bot und bietet geschlechtsbewusste Arbeit von Frauen für Mädchen und junge Frauen und ihre Belange. Neben der Stärkung weiblicher Identität und Förderung von Selbstbewusstsein schafft die MädchenZukunftsWerkstatt dazu Frei- und Schutzräume für Mädchen, in denen sie gesellschaftliche Rollenzuweisungen reflektieren können und ihre eigenen Kompetenzen entdecken lernen sollen. Umfangreiche Projekte dazu wurden bisher über EU- Mittel und durch das Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie gefördert. Die bedeutendsten und umfangreichsten Projekterfahrungen konnte die MädchenZukunftsWerkstatt bislang durch die Teilnahme an der Bundesinitiative von „wir ... hier und jetzt“ mit dem Projekt „Berufsperspektiven bei uns“ sammeln.

Mit dem vorliegenden Projektantrag greift die MädchenZukunftsWerkstatt auf ihre langjährige Erfahrung in der Projektarbeit und der Zusammenarbeit mit Schulen zurück. Das erste Mal begibt sie sich aber mit diesem Projekt auf das Gebiet, wo Mädchen lernen können, öffentliche Räume durch Sport zu erobern.

3 Beteiligte Jugendliche
3.1 Alter der TeilnehmerInnen

Das Angebot richtet sich an Mädchen von 6 bis 12 Jahren der beiden Teltower Grundschulen.

3.2 Richtet sich das Projekt an Mädchen oder Jungen / an Mädchen und Jungen?

Das Angebot wird sich ausschließlich an Mädchen wenden.

3.3 Beschreibung der Zielgruppe

Der Bedarf der Nutzerinnen der MädchenZukunftsWerkstatt Teltow ist als relativ typisch zu bezeichnen: sich unterhalten, Rat holen, Musik hören, Hausaufgaben machen, im Internet chatten, basteln. Bewegung spielt bei den Mädchen ab 13 Jahren eine recht untergeordnete Rolle. Auch bei den Fitnessangeboten der Jugendclubs der Umgebung sind Mädchen kaum vertreten. Bewegung wird fast nur über Tanzen realisiert, dies aber vorrangig in Vereinen und Tanzschulen, die bezahlt werden müssen.

Das Erlernen einer Kampfsportart in der Freizeit scheitert besonders bei Mädchen aus einkom-mensschwachen Familien an den finanziellen Möglichkeiten, aber auch am Nichtwahrnehmen der Eltern von Interessen, die gefördert werden sollten.

Mädchen, die wir mit dem Projekt erreichen wollen, sind noch relativ wenig in festen Rollenklischees gefangen. Sie sind offen, experimentierfreudig und begeisterungsfähig. Bereits in diesem Alter werden jedoch auch erste Erfahrungen bewusst wahrgenommen, dass die finanziellen Möglichkeiten für ein Ausprobieren nicht immer ausreichen.

Unsere persönliche Erfahrung bei der Arbeit mit Mädchen hat uns gezeigt, dass zudem Mut und Selbstvertrauen mit Einsetzen der Pubertät bei vielen Mädchen verloren gehen oder verschüttet werden. Durch den frühzeitigen Ansatz in der Altersgruppe von 6 bis 12 Jahren, sollen Mädchen deshalb Chancen eröffnet werden, sich auch später zu trauen, in der Öffentlichkeit selbstsicher ihren Platz einzunehmen und sich durchzusetzen. Durch die Wahl der jungen Altersgruppe verfolgen wir außerdem das Ziel, mit Hilfe des regelmäßigen Capoeira-Trainings dem Sport im weiteren Leben der Mädchen einen besonderen Stellenwert zu geben.

3.4 Handelt es sich um Jugendliche, die bereits in anderen Projekten teilnehmen oder werden sie neu akquiriert?

Die MädchenZukunftsWerkstatt wird in Kooperation mit den beiden Grundschulen in Teltow vor allem Mädchen ansprechen, die den Mädchentreff selbst noch nicht nutzen. Aber auch Mädchen, welche den Mädchentreff besuchen, sollen die Möglichkeit erhalten, in die Trainingsgruppen einzutreten.

4 Inhaltliches und pädagogisches Konzept des Projekts

Capoeira ist brasilianische Kultur und Folklore. Ursprünglich von gesellschaftlich Benachteiligten in Brasilien wurde sie betrieben, um Mut und Stärke zu zeigen. Uns geht es ferner auch um Schulung von Wachsamkeit und Geschmeidigkeit des ganzen Körpers. Capoeira kann ein positives Lebensgefühl geben und für andere Kulturen öffnen. Capoeira bewegt alles- die aktiven Mädchen und ihr Publikum.

Mädchen die eigenen Stärken auf sportlichem Gebiet bewusst machen und sie gleichzeitig ins Licht der Öffentlichkeit mit ihrer Leistung rücken, ist das pädagogische Anliegen des Projektes.

Durch das Erlernen der Capoeira und den Aufbau von Capoeira-Mädchengruppen soll den Teilnehmerinnen am Projekt konkret ermöglicht werden:

· einen respektvollen Umgang mit sich selbst und Menschen anderer Kulturen zu erlernen, unabhängig von Hautfarbe und Rasse, von Glauben und Lebensart,
· die positiven Auswirkungen des Sports durch Capoeira zu erkennen,
· die Stärkung des Körperbewusstseins und des Geistes zu erfahren,
· Aufmerksamkeit und Konzentration zu schulen,
· ihr eigenes Potenzial an Kreativität und Phantasie zu entfalten,
· ihren Mut und ihr Selbstvertrauen zu stärken,
· Anerkennung sportlicher Leistung durch die Öffentlichkeit zu erhalten und
· Gemeinschaft zu erfahren

Capoeira fördert die Teilnehmerinnen ganzheitlich: auf sportlichem, musischem, kämpferischem und interkulturellem Gebiet. Diese Bausteine sehen wir als fundamental für die Entwicklung von Mädchenpersönlichkeiten an, die ihr Leben selbstbestimmt und selbstsicher meistern können.

Die Mädchen werden insbesondere im Trainingslager sozialpädagogisch begleitet. Vor allem im ersten Trainingslager werden neben Gruppenbildungsprozessen auch Fragen der aktiven Einbeziehung der Mädchen in das gesamte Projekt im Mittelpunkt stehen. Dazu werden zunächst Angebote zu Homepageauftritt, Foto- und Videoerstellung geplant.

Neben dem regelmäßigen Training werden die Mädchen so auf die aktive Rolle vorbereitet, als Repräsentantinnen der Capoeira in ihren Schulen und in Teltow aufzutreten und andere Mädchen für diese Sportart zu begeistern. Die Arbeit mit verschiedenen Medien soll dieses Anliegen unterstützen. Die Beteiligung der Mädchen bei der Erstellung dieser „Werbe“materialien wird wichtiger Bestandteil der Projektarbeit insgesamt sein.

Ebenfalls inhaltlicher Bestandteil des Projektes ist die Elternarbeit. Schon zur Bildung der Trainingsgruppen werden die Eltern eingeladen und auf ihre unterstützende Rolle angesprochen bzw. vorbereitet. Uns ist klar, dass die Elternarbeit eine besondere Herausforderung darstellt, weil ein Zuviel an Engagement Stress hervorrufen kann und ein Zuwenig Enttäuschung.

Capoeira verlangt ein regelmäßiges Training, so dass hier die Eltern die wichtige Funktion übernehmen sollen, ihre Töchter zu „begleiten“, indem sie deren Leistungen anerkennen. Als eine gemeinsame Plattform sehen wir dazu weiterhin die Capoeira-Präsentationen der Mädchen vor ihren Eltern.

Capoeira bietet als Sport viele Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung, wir wollen aber außerdem nutzen, dass dieser Sport seine Wurzeln in Brasilien hat. So soll dieser interkulturelle Aspekt in die Projektarbeit einfließen und durch die Schaffung von Begegnungen mit BrasilianerInnen die andere Kultur näher bringen.

Die MädchenZukunftsWerkstatt sieht ihre Rolle als Projektkoordinatorin, welche die vielen PartnerInnen zusammenbringt, um nach einem detaillierten Zeitplan und mit konkreten Absprachen zu arbeiten.

5 Mit welcher Rolle werden PartnerInnen einbezogen? Welche Art der Unterstützung ist geplant?

Hauptpartnerinnen des Projektes sind die Grundschulen und die Capoeiraschule Berlin (www.abada-berlin.de) mit ihrer Trainerin Juliane Kubicki. Als Haupttrainingsort werden in den Schulen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die beiden Schulen werden des Weiteren die Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Für die Öffentlichkeitsarbeit wird zur Einarbeitung aller aktuellen Informationen in die Homepage der MädchenZukunftsWerkstatt Frau Petra Hilpert gewonnen. Sie wird den Mädchen Grundlagen zur Gestaltung ihrer eigenen Homepage vermitteln, mit ihnen Material auswählen und zusammenstellen und die Informationen in die Seite der MädchenZukunftsWerkstatt einpflegen.

Als wichtig sehen wir auch die Projektpatenschaft durch eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens an. Die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein hat uns schon die Zusage gegeben, dass sie dieses Projekt in der Öffentlichkeit unterstützen wird. Durch die Einbeziehung einer Patin in den Präsentationsprozess, soll für die teilnehmenden Mädchen eine wichtige Form öffentlicher Anerkennung ihrer Leistungen erlebbar werden.

5.1 O-Ton von Mädchen zu »Warum möchte ich bei dem Projekt mitmachen?«

Wir haben in unserem Mädchentreff Mädchen mit wenigen Worten das Projekt beschrieben und sie gebeten aufzuschreiben, ob sie bei einem solchen Projekt mitmachen würden:

„Ich mag Sport und ich kenne Kapuera. Deshalb würde ich gerne teilnehmen.“
Magalie, 11 Jahre

„Weil es sich gut anhört. Und weil man sich nicht weh tut. Weil sich es nach Spaß anhört.“
Michelle, 9,5 Jahre

5.2 O-Ton von Kooperationspartnerinnen zu »Warum möchte ich das Projekt unterstützen?«

„Ich würde gerne an diesem Projekt mitarbeiten, weil ich als überzeugte Capoeiralehrerin der Gruppe Abadà mit meinen Erfahrungen Capoeira als eine ideale Kampfkunst betrachte, die besonders für Mädchen durch ihre Vielfältigkeit sehr attraktiv ist und sie spielerisch, physisch und psychisch stärkt. Hinzu kommt, dass Capoeira schon aus ihrer Geschichte heraus immer wieder die Position einnahm und einnimmt, Schwächere zu stärken, ihnen zu helfen, um im Leben durchzugreifen. Historisch hieß Capoeira, sich zu wehren um sich zu befreien (Geschichte der Sklaven in Brasilien). Heute hilft Capoeira, sich zu verwirklichen und zu wehren oder Wege zu finden aus sozial schwächeren Positionen auszubrechen. Aus meinen bisherigen Erfahrungen kann ich feststellen, dass meine SchülerInnen nach einer gewissen Zeit des kontinuierlichen Trainings deutlich gestärkt sind.“
Trainerin Juliane Kubicki (Nativa im Capoeiraleben)

„Die Stubenrauch- Grundschule arbeitet seit einigen Jahren mit der MädchenZukunftsWerkstatt (MZW) zusammen und kann auf viele gute Erfahrungen und Ergebnisse zurückblicken.

Nach der Vorstellung des neuen Projektes „Teltower Capoeira-Mädchen zeigen MädchenStärken“ waren wir sofort bereit Kooperationspartnerin zu sein und dieses Projekt zu unterstützen.

Im Aufbau einer Trainingsgruppe mit nachfolgendem Arbeitsgemeinschaftsangebot können wir den Wünschen der Eltern und Kinder nach sportlicher Betätigung gerecht werden.

Mädchen dieser Altersgruppe lieben sportliche Aktivitäten in Verbindung mit Tanz, wie zahlreiche Aktionen unserer Schülerinnen zeigen. Eltern erheben immer wieder die Forderung ihre Kinder durch Angebote von Selbstverteidigungsformen zu stärken.

Bewegungsmangel von Kindern ist zudem ein häufig angesprochener Fakt der heutigen Zeit. Capoeira-Training ist eine gute Möglichkeit den genannten Umständen gerecht zu werden.

Entwicklung sozialer Kompetenzen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Mädchen im Grundschulalltag müssen sich täglich mit der geschlechtsspezifischen Entwicklung Junge/ Mädchen auseinandersetzen und überlassen meist den in diesem Alter lebhafteren Jungen das Feld. Capoeira bietet Möglichkeiten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen Sicherheit zu geben.

Wir, die Lehrerinnen der Stubenrauch- Grundschule, würden es deshalb begrüßen, wenn dieses Projekt durchgeführt werden kann.“ Angelika Hipp, Direktorin der Stubenrauch-Grundschule

„In unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen möglichst frühzeitig zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln, die verantwortungs- und respektvoll ihren Weg gehen. Besonders Mädchen brauchen ein selbstbewusstes Auftreten, um zukünftig Familie und Beruf erfolgreich meistern zu können.

Ich weiß, dass Sport Enormes bewirken kann. Mit verändertem Körperbewusstsein und positiven Erfahrungen in der Gruppe werden eigene Potenziale der Mädchen gefördert und das Selbstvertrauen gesteigert. Deshalb übernehme ich gern die Patenschaft für das Projekt „Teltower Capoeira-Mädchen zeigen MädchenStärken“.

Ich bin überzeugt, dass es der Mädchenzukunftswerkstatt als erfahrener Projektkoordinatorin gelingt, mit der neuen Sportart das Interesse der Mädchen zu gewinnen. Durch die Chance bei öffentlichen Auftritten ihr Können unter Beweis zu stellen, bietet das Projekt eine tragfähige Grundlage, langfristig die Freizeitangebote an den Teltower Grundschulen zu bereichern.
Projektpatin Andrea Wicklein

7 Geplante Formen der Selbstevaluation

Die MädchenZukunftsWerkstatt tritt als Projektinitiatorin und –koordinatorin auf und wird in dieser Eigenschaft das regelmäßige Gespräch mit den KooperationspartnerInnen suchen. Durch Präsenz beim Training werden wir zum einen unserer Kontrollfunktion nachkommen, zum anderen diese nutzen, die Capoeira- Gruppen in ihrer Eigenverantwortlichkeit zu stärken. Dies wird vor allem durch regelmäßige Gespräche geschehen.

Mit Hilfe eines Fragebogens werden die KooperationspartnerInnen später, einmal im Sommer und das zweite Mal im November 2006 befragt, um Erfolge zu analysieren und auftretende Schwierigkeiten zu erkennen bzw. diese zu beheben.

Kriterien werden sein: Organisation, Inhalte, Finanzkontrolle, Entwicklungseinschätzung der Zielgruppe.

Die Fertigstellung des Videoclips und der ersten Fotoausstellung sowie die Einbeziehung in die Gestaltung der Homepage wird den Teilnehmerinnen selbst Gelegenheit geben, ihre bisherigen Erfahrungen mit Capoeira zu reflektieren.

Im Mittelpunkt der Selbstevaluation 2007 werden neben den Formen der Selbstevaluation aus 2006 auch Gespräche stehen, die Schlussfolgerungen für die Fortführung des Projektes nach 2007 beinhalten. Dazu werden sich zunächst die KooperationspartnerInnen austauschen und einen Maßnahmeplan erstellen. Mit den Mädchen wird überlegt, wie sie zur Fortführung des Angebotes beitragen können.

8 Öffentlichkeitsarbeit: Welche Formen der Dokumentation und Präsentation sind geplant?

Aus unserer bisherigen Projekterfahrung wissen wir um die Wichtigkeit, die Sponsoren in der Pressearbeit und bei öffentlichen Auftritten zu nennen. Bei der Gestaltung der T-Shirts werden beispielsweise die entsprechenden Logos ihren Platz finden.

Als wertvoll für Präsentationen in der Öffentlichkeit hat sich auch der Auftritt einer Patin/ eines Paten erwiesen. Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, können wir für dieses Projekt mit der Patenschaft der Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein rechnen.

Folgende Säulen der Öffentlichkeitsarbeit werden genutzt:

- Projektpräsentation der Trainingsergebnisse der Capoeira-Mädchen in öffentlichen Auftritten der Region
- Vorstellung des Projektes in der Regionalpresse
- Darstellung im Internet
- Fotopräsentation als Wanderausstellung
- Erstellung eines Videoclips- Festhalten der Trainingsfortschritte mit der Videocam
- Patenschaftsarbeit

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